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MCS GmbH Thüringen entwickelt neuartige mobile und modulare Greenbox
Keine Frage, das „Kikaninchen“ vom Kinderkanal von ARD und ZDF ist berühmt und beliebt. Auf YouTube gibt es Kikaninchen-Filme, die schon zwei Millionen Mal und mehr angeschaut worden sind. Dies und Kommentare wie "Auf jeden Fall niedlich und anschaubar" bis "Meine Schwester liebt Kikaninchen, sie hat dadurch sprechen gelernt" können sich die Macher der Sendung - Studio.TV Film GmbH, MotionWorks und MCS GmbH Thüringen – als dickes Lob an die Brust heften.
So leicht und locker das blaue, springlebendige „Kikaninchen“ mit seinem Freund Christian daherkommt, so komplex und aufwändig ist die Produktion der Animationsfilme, die vormittags im KI.KA als Rahmenprogramm für die Vorschulsendung laufen: Produktion in der Greenbox, dann die Animation und Komplettierung der Filme am Rechner.
Aufbau in kürzester Zeit
Im KI.KA-Studio wird die komplette Greenbox-Aufzeichnung für die Sendung hergestellt. Die MCS Thüringen stellt hier die komplette Technik und das Personal, modernste HD-Kameratechnik und Lichttechnik. Alles ist den HD-Anforderungen aufwändig angepasst worden.
"Jetzt hat unser Kikaninchen eine neue Greenbox bekommen, eine mobile. Nicht, weil es mit der stationären nicht zufrieden wäre, aber es gibt einfach Situationen, in denen es praktischer ist, eine Greenbox zu einem Drehort mitzunehmen“, so Ulrich Knorr, Produktionsleiter der MCS Thüringen. Also setzten sich die Verantwortlichen bei der MCS Thüringen mit einer Firma zusammen, überlegten, diskutierten, verwarfen – kurz, sie planten die neue, mobile und modulare Greenbox.
„Das Ergebnis ist überzeugend“, schwärmt Knorr. Die mobile Greenbox mit den Maßen 11x6x5 Meter ist ein goldener Wurf. Innerhalb von drei Tagen steht sie dort, wo sie hin muss. Einen Tag dauert der modulare Aufbau, einen Tag das Aufbringen der Oberfläche und einen Tag nimmt der Anstrich in Anspruch, und dann können die Dreharbeiten beginnen.
Kameraoptimierte Oberfläche
„Zum einen ist die mobile Greenbox wesentlich wirtschaftlicher“, weiß Knorr, „zum anderen ist sie nach einem Baukastensystem konstruiert und deshalb einfach auf- und abzubauen“. Und sie ist viel leichter als die stationäre Greenbox. Statt Holz und Gipskarton wird Styropor verwendet. Statt einer mühsam anzubringenden Tuchbespannung besitzen die Wandbausteine eine Fliesbeschichtung, die verspachtelt, geschliffen und grün oder blau angestrichen wird.
Diese Oberfläche hat im Gegensatz zum Tuch nie eine Falte und macht stets die präzisen Lichtverhältnisse wiederholbar, die für Greenbox-Produktionen gebraucht werden. „Überdies ist die gestrichene Greenbox viel kamerafreundlicher für die hochauflösenden HD-Kameras, und somit für den gesamten sich anschließenden Workflow der Endfertigung", berichtet Knorr.
Und noch ein wesentlicher Vorteil: Der Werkstoff Styropor ist wesentlich weniger temperaturempfindlich als die bislang verwendeten Materialien. Denn mit dem Einsatz umfangreicher Lichttechnik wird es naturgemäß recht warm im Studio, was dann leicht zu Verformungen des Holzes führen kann.